Petra, Ricarda, Gemma, Michael, Joachim: Das sind die Namen der Menschen, die das Schloß „pflegen“. Und täglich an den untersten, tiefsten Stellen beginnen: mit den Toiletten. Sie bewegen sich ruhig und gelassen durch das gesamte Haus, oft inmitten von hunderten Besuchern, etwa Schülerinnen und Schülern, die vormittags durchs Schloß springen, treppauf, treppab. Sie pflegen ohne Unterlass, in Rhythmen, das Holz der Treppenstufen, ölen die Handläufe und entstauben die vielen Bilderrahmen, sie putzen die Gläser in Fenster und Türen. Die Wiener nennen diese Seelen, die Seele eines Hauses "Hausbesorgerin".

Unsere Hausbesorger/innen freuen sich über die Unordnung, die unsere Gäste zurücklassen: Kaffeeflecken auf dem Parkett, Papierhandtücher neben dem Eimer, leere Flaschen … Denn all das sind Zeichen: Hier waren Gäste und haben unser Erfahrungsfeld besucht oder ein Fest gefeiert. Wenn niemand mehr käme, bliebe alles in Ordnung und alles würde in Unordnung geraten.

Gemma war über zehn Jahre „Schloßbesorgerin". Wenn sie da war, spürte jeder: Mach' Dir keine Sorgen. Sie kam jeden Tag mit Bus und Bahn von Bad Kreuznach auf den Freudenberg. Jetzt hat sie ihr Rentenalter erreicht. Und ist nicht mehr bei uns. Sie hat uns eine Karte geschrieben: „Ein herzliches Dankeschön“. Dieses Dankeschön wollen wir mit Euch teilen.

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